13.09.2026 - Team DM in Gera
Team DM – erst fast ins Wasser gefallen – dann sehr erfolgreich!
13.09.2026
Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf, selten traf das Motto so zu wie am Sonntag, dem 13.09.2026. Waren am Tag zuvor noch die jüngeren Jahrgänge beim SaThü Finale gefordert, so ging es für die „Großen“ am Tag darauf wieder nach Gera. Mit den Deutschen Meisterschaften in den Teamdisziplinen (Mixed Staffel, Teamsprint und Teamverfolgung) stand noch ein Saisonhöhepunkt auf dem Programm.
Für Thüringen starteten von uns Charlotte, Luca und Amélie. Unsere Landestrainerin Katharina Berg hatte für 8 Uhr die erste Teambesprechung angesetzt und so starteten wir um 6:30 Uhr in Richtung Gera. Teils heftige Regenschauer ließen uns schon auf der Fahrt am pünktlichen Start der Rennen zweifeln. „Katha“ rief alle Thüringer Teilnehmer und Teilnehmerinnen zusammen, gab entsprechende Instruktionen, verteilte die Startunterlagen und gab die nagelneuen rot – schwarzen „Thüringenanzüge“ aus. Neuerliche Regenschauer ließen die Geraer Vesmaco Bahn zwar schön blau glänzen, aber ein Start aufgrund der fehlenden Haftung der Skaterollen nicht zu. So war warten angesagt. Die Regenradare auf den Mobiltelefonen wurden verglichen und zwischen Hoffnung und Verzweiflung geschwankt. Die Verantwortlichen des RSV Blau – Weiss Gera gaben ihr Bestes, um die Bahn trocken und startbereit zu bekommen. Zweimal hatten sich die Sportler für den ersten Start vorbereitet, als wieder und wieder neue Regengüsse die Arbeit zunichtemachten. Sollte alles umsonst gewesen sein und der Wettkampf im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser fallen“? Sollte „der Fluch des Vesmaco Belags“ zuschlagen? Da klarte es gegen Mittag etwas auf und die Sonne schaffte es ein wenig durch die Wolken sichtbar zu werden. In Verbindung mit den unermüdlichen Verantwortlichen konnte die Bahn getrocknet werden.
Eine kurze, aber würdevolle Eröffnung wurde durchgeführt, in welcher sich die Sportstadt Gera klar zum Rollsport positionierte und Investitionen in eine komplett neue Infrastruktur ankündigte. Herzlichen Glückwunsch! Wie bei Deutschen Meisterschaften üblich, wurde der Wettkampf mit dem Spielen der Deutschen Nationalhymne eröffnet. Immer wieder ein erhebender Moment für alle Sportler, Offiziellen und Gäste.
Um 12:25 Uhr fiel endlich der Startschuss zum ersten Rennen. Aufgrund des Wetters und begrenzten Zeitfensters bis zum Eintreffen den nächsten Regengebiets, wurde beschlossen auf Finalläufe zu verzichten und alle Läufe als Zeitläufe durchzuführen. Also nichts mit taktieren, sondern Vollgas von Anfang bis Ende! Charlotte hatte eine gute Mixed Staffel erwischt und sie und ihre Staffelmitglieder lagen schnell gut im Rennen und in Front. Beim ersten Wechsel auf unsere „Lotti“ hielten wir kurz die Luft an, ein wenig zu spät auf die Bahn geschickt, war der Wechsel nicht optimal. Trotzdem zeigte Lotti ihre Sprintqualität und konnte die Führung behaupten. Von Runde zu Runde wuchs der Vorsprung, jedoch beim zweiten Wechsel auf Charlotte passierte es! Wieder zu spät ins Rennen geschickt konnte Ken aus Gera seine Energie bis zum Wechsel nicht mehr ausreichend abbauen, um die fehlende Beschleunigung von Charlotte auszugleichen. Das Positive – der Wechsel wurde dennoch technisch korrekt durchgeführt. Das Negative – Charlotte purzelte über die Bahn. War es das für ihre Mixed Staffel? Nein! Sie raffte sich auf und lief angeschlagen weiter. Die Führung war aber dahin. Auf Platz 3 liegend begann die Aufholjagd. Ihr Team konnte sich wieder auf den zweiten Platz schieben und in der letzten Runde Platz 1 attackieren. Zwischen Thüringen 1 oder Thüringen 3 musste die Entscheidung fallen und tatsächlich – mit 0,5s hatte Charlottes „Mixed Staffel Thüringen 1“ die Nase, oder besser die Rolle, vorn. Was für ein Auftakt! Im zweiten Zeitlauf der Mixed Staffeln „Schüler A / Kadetten“ war Luca mit „Thüringen 2“ gefordert. Hier setzte sich das favorisierte Team aus Hessen an die Spitze und solche Aufregungen wie im ersten Rennen blieben uns erspart. Souverän auf Rang 2 fuhr Luca seine Staffel ins Ziel – jetzt warteten alle gespannt auf die Zeiten. Hessen auf Platz 1 das war klar, Thüringen 2 mit Luca auf Rang 2 – Jubel bei allen Beteiligten und Platz 3… für Thüringen 1 mit Charlotte! Trotz Sturz noch Bronze! Da konnte selbst Charlotte wieder Lachen. Jetzt wurden erstmal die Wunden versorgt, die sich glücklicherweise als nicht so schlimm, wenn auch schmerzhaft, herausstellten.
Nun durfte auch Amélie in der Altersklasse der Jugend / Junioren an den Start. Ihre „Thüringen 1“ Staffel erwische einen guten Start und wir machten große Augen, als Amélie Kopf an Kopf um die Führung kämpfte. Über die Runden setzten sich dann doch die qualitativ stärker besetzten Teams aus Sachsen und von „Thüringen 2“ etwas ab und so fuhr Amélie mit ihrer Staffel auf den dritten Platz. Wieder eine Medaille! Die Stimmung im Team war natürlich prächtig und gelöst. Jeder unserer drei Sarter hatte bereits nach dem ersten Rennen eine Medaille und konnte jetzt ohne Druck in die weiteren Rennen gehen. Das niemand eine Medaille sicher hat – auch wenn nur drei Teams am Start stehen – zeigten eindrucksvoll die bayrischen Vertreter bei den Masters. Mit zwei Teams traten sie gegen ein rein Erfurter Team Thüringen an. In Führung liegend verpatze das erste bayrische Team gleich den ersten Wechsel und wurde disqualifiziert. Beim zweiten Wechsel erwischte es das zweite bayrische Team. Ebenfalls Wechselfehler und Disqualifikation! Thüringen konnte das Rennen nun entspannt „nach Hause“ fahren und für Bayern waren sicher geglaubte Medaillen dahin.
Es folgten die Teamsprints. Drei Sportler, drei Runden, nach jeder Runde ein Teammitglied raus, das schnellste Team gewinnt. Für Amélie stand leider kein Team zur Verfügung, Charlotte und Luca starteten jeweils in der Altersklasse der Kadetten / Jugend. Spannende und enge Rennen wurden verfolgt und die gelaufenen Zeiten notiert. Es wurde gerechnet und spekuliert – wo könnte mein Team landen? Ein Fehler auf der Bahn, im harmonischen Teamlauf oder der Taktik konnten im Kampf über einen Platz auf dem Podest entscheidend sein. Wieder konnten wir jubeln, und zwar gleich zwei Mal! Bronze für Charlotte und Bronze für Luca! Bilanz bisher – 5 Starts – 5 Medaillen! Läuft!
Es folgte der letzte große Wettkampfblock mit der Teamverfolgung. Bis zu sechs Sportler je Team über eine festgelegte Distanz (witterungsbedingt 5 Runden) und die Zeit des dritten Sportlers je Team ist entscheidend. Enges Windschattenfahren, realistische Einschätzung der einzelnen Teamfähigkeit und perfektes Teamplay waren für die Podestplätze entscheidend.
Luca und Charlotte starteten hier wieder bei den Schülern A / Kadetten. Charlotte war von unseren Sportlern als erste auf der Bahn. Als letztes der sieben gestarteten Teams wussten sie welche Zeiten zu unter bieten waren. Unter 1:40 min musste es für eine Medaille auf jeden Fall sein. Lotti war mit als Tempomacherin für die erste Runde eingesetzt und konnte so ihren Beitrag leisten. Dass die Thüringer Mädels einen guten Lauf auf die Bahn legten, war sichtbar, doch reichte die Zeit? Ja, sie reichte! Mit 1:38,572 wurde es sogar Platz 1! Erste Goldmedaille! Die Freude war riesig und der lädierte Oberschenkel aus dem ersten Rennen (fast) vergessen.
Luca und seine „Jungs“ mussten als Viertes Team von fünf an den Start. Auch hier sah der Lauf schnell aus. Die mitgestoppten Zeiten versprachen einen Platz ganz vorn. Von Runde zu Runde wuchsen die Aufregung und Euphorie. Im Ziel dann die Gewissheit als die Zeit offiziell angesagt wurde: 1:35,320 – erster Platz! Jubel und pure Freude, aber ein Team stand ja noch am Start. Noch einmal fünf Runden hoffen und bangen. Als die Zeit des letzten Teams bekannt gegeben wurde, kannte unser Jubel keine Grenzen mehr! Erster Platz für Luca und sein Thüringer Team, zweite Goldmedaille für Sportler aus Arnstadt!
Aber ein „Eisen“ hatten wir ja noch im Feuer. Amélie startete im Thüringen Team der Teamverfolgung „Junioren / Aktive“. Gegen mit Nationalkader gespickte Konkurrenzteams war die Aufgabe „Podestplatz“ nicht leicht. Als viertes Team ging es auf die Bahn. Zwei Teams hatten bereits Zeiten von 1:36 min vorgelegt. Das war also die Messlatte. Die mitgestoppten Zeiten verrieten, dass es eng werden würde. Es wurde noch einmal angefeuert, was das Zeug hielt. An Ende zeigten die Uhren eine 1:38 min. Erst einmal Platz 3, aber mit Sachsen stand ja noch DAS Favoritenteam am Start. Und dieses wurde seiner Rolle gerecht. Mit neuer Bestzeit schoben sich die sächsischen Damen auf Platz 1 und unser Team damit vom Podest. Etwas ärgerlich, da wäre mehr drin gewesen. Aber am Ende überwog der Stolz auf die gezeigten Leistungen.
Acht Mal waren Arnstädter Sportler am Start, sieben Mal wurden Medaillen erkämpft und einmal Platz 4 erreicht. Was für eine Bilanz! Damit haben unsere Sportler gezeigt, dass sie ihre Nominierung in den Thüringer Teams zurecht erhalten haben und auf sie Verlass ist.
Herzlichen Glückwunsch an Luca für den kompletten Medaillensatz, an Charlotte für 1x Gold und 2x Bronze und an Amélie für 1x Bronze. Mit diesen verdienten Erfolgen habt ihr euch selbst einen tollen Saisonabschluss beschert! Ein Dank gilt natürlich unsere Trainer der Rosi und Anna welche Woche für Woche in den Leistungsgruppen mit Training, Motivation, Empathie und Begeisterung, die Grundlagen für die gezeigten Erfolge legen. Es ist auch immer wieder Euer Verdienst, wenn unsere Sportler auf dem Siegerpodest stehen. Herzlichen Dank!
Ergebnisse Team DM mit Arnstädter Beteiligung:
Mixed Staffel:
2. Platz: Luca Goldmann Schüler A / Kadetten
3. Platz: Charlotte Dittrich Schüler A / Kadetten
Amélie Krüger Jugend / Junioren
Team Sprint:
3. Platz: Charlotte Dittrich Kadetten / Jugend Damen
Luca Goldmann Kadetten / Jugend Herren
Teamverfolgung:
1. Platz: Luca Goldmann Schüler A / Kadetten
Charlotte Dittrich Schüler A / Kadetten
4. Platz: Amélie Krüger Jugend / Junioren










